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    Lehrstuhl für Systematische Bildungswissenschaft

    INSIGHT Signaturen des Blicks - Facetten des Sehens

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Rahmen der Förderrichtlinie "Vernetzen - Erschließen - Forschen. Allianz für universitäre Sammlungen" das Gemeinschaftsprojekt INSIGHT - Signaturen des Blicks - Facetten des Sehens an der Universität Würzburg.

    Forschungsziel

    Das Gemeinschaftsprojekt führt die bisher unverbundenen kunst- und humanwissenschaftlichen Sammlungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Medizinhistorische Sammlungen, Martin-von-Wagner-Museum, Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie, Forschungsstelle Historische Bildmedien) unter einer gemeinsamen Forschungsfrage zusammen: INSIGHT untersucht, welche Bedeutungen der Blick und das Sehen in Praxisfeldern und Forschungskontexten der antragstellenden Sammlungen haben und macht so die Prozesse des Sehens selbstreflexiv zum Gegenstand gemeinsamer Sammlungsforschung.

    Den Signaturen, der Darstellung und der Reflexion des eigenen und des fremden Blicks und die mit ihm verbundenen Facetten des Sehens kommt von der Antike bis in die Gegenwart eine große Bedeutung zu. Blick und Sehen sind ein zentraler Zugang des Menschen zu Welt. Sie erfassen menschliche Selbst-, Welt- und Sozialverhältnisse in konstitutiver Weise. Der Blick und das Sehen sind dabei nicht nur Erkenntnismodelle, sondern vor allem Handlungsmodelle. Die Sammlungsobjekte als Handlungsmodell zu untersuchen, die durch Erziehung, durch soziokulturelle Praktiek, historische Kontingenzen, spezifische Technologien und Professionsverständnisse bedingt und figuriert sind ist das zentrale Forschungsziel von INSIGHT.

    Die Facetten des Sehens

    Das Sehen, d.h. die Wahrnehmung des Visuellen, ist eng verknüpft mit den Denkstilen einer Gesellschaft und Kultur. Sehen ist eben nicht nur eine passive Aufnahme der Außenwelt, sondern immer auch eine Tätigkeit, die durch Erziehung geprägt, durch Verfahren, Regeln und Körperbeziehungen modelliert sowie durch Medien und Machtdispositive normiert wird. Das Subjekt dieses Sehens selbst kann als ein sehr komplexes Machtgefüge betrachtet werden, das sich als historisches Produkt zeigt und durch unterschiedliche kulturelle Praktiken und Technologien des Sehens, die das Sichtbare und Nichtsichtbare erzeugen, strukturiert ist. Die Praktiken und Technologien finden ihren Niederschlag in der materiellen Kultur: Vor diesem Hintergrund sind die Objekte der Sammlungen Untersuchungsfelder, auf denen sich unterschiedliche Relationen und Machtgefüge kreuzen.

    Übergreifende Ziele

    Die ethischen, ästhetischen und historischen Dimensionen des Blicks, die Bedeutung und Darstellung des Sehens als kultureller Handlung sind zugleich Anlass und Leitmotiv für die koordinierte Erschließung und Digitalisierung exemplarischer Bestände der einzelnen Sammlungen sowie für ihre Aktivierung für Forschungs- und Lehrzwecke und ihre interdisziplinäre Vernetzung. D.h. Die Sammlungen sollen in die Lehrpraxis der Universität (zurück)geführt und gleichzeitig technisch und strukturell soweit professionalisiert werden, dass ihre Bestände für den interdisziplinären Wissensaustausch systematisch erfasst und  international anschlussfähig erfasst sind. Ziel des Projekts ist ferner, das eine nachhaltige technische und soziale Infrastruktur für die Vitalisierung aller Würzburger Universitätssammlungen eingerichtet wird. Dafür ist die Etablierung eines Kompetenzzentrums Universitätssammlungen Würzburg (KUW) geplant.

    Für die Optimierung der Professionalisierungsprozesse innerhalb der Sammlungen stehen den am Projekt beteiligten Sammlungen zwei exzellente Partner zur Seite: das Deutsche Medizinhistorischen Museum in Ingoldstadt und das Deutsche Historische Museum in Berlin.

    Kooperationspartner:

    PD Dr. Karen Nolte, Medizinhistorische Sammlungen der Universität Würzburg

    Prof. Dr. Damian Dombrowski und PD Dr. Jochen Griesbach, Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg

    Prof. Dr. Armin Stock, Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie an der Universität Würzburg

    Dr. Ina Katharina Uphoff, Forschungsstelle Historische Bildmedien an der Universität Würzburg

    Dr. Hans-Günter Schmidt, Digital-Humanities-Zentrum der Universitätsbibliothek Würzburg

    PD Dr. Guido Facker, Professur für Museologie der Universität Würzburg

    Kooperationsmuseen:

    Prof. Dr. Marion Ruisinger, Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt

    Deutsches Historisches Museum Berlin ur

    Projektkoordinator: Prof. Dr. Andreas Dörpinghaus, E-Mail: andreas.doerpinghaus@uni-wuerzburg.de

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