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GSiK am Lehrstuhl für Systematische Bildungswissenschaft

Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz (GSiK)

aus der Perspektive systematischer Bildungswissenschaft

Die Dynamik kultureller Pluralität ist in den letzten Jahrzehnten zu einer alltäglichen Erfahrung geworden. Der interkulturellen Kompetenz wird dabei das Potenzial sowohl für die Bewältigung kulturell bedingter Konflikte als auch für die Wahrnehmung von Chancen gleichermaßen zugesprochen. Ob im Privatleben oder in der Professionalität des Berufs: Interkulturelle Kompetenz gilt als eine der wichtigsten Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts.

Ziel des  GSiK-Projekts ist es, ein differenziertes, wissenschaftlich fundiertes und fächerübergreifendes Lehrangebot zum Erwerb interkultureller Kompetenz zu schaffen sowie die Forschung zum Themenfeld der Interkulturalität an der JMU zu fördern.

Lehr- und Forschungsperspektiven des Lehrstuhls

Die Beiträge des Lehrstuhls für Systematische Bildungswissenschaft zum Themenfeld wenden sich den Fragestellungen des interkulturellen Diskurses aus einer bildungsphilosophischen Perspektive zu. Unser Lehrstuhl arbeitet demnach an der Schnittstelle zwischen philosophischer und pädagogischer Reflexion an den theoretischen Grundlagen und Problemen des interkulturellen Diskurses.

Einen Anwendungsbezug auf Basis dieser theoretischer Überlegungen stellt der Lehrstuhl im Rahmen von (Service Learning-) Projekten her. Deren Ziel ist es, Stereotype, Einengungen oder auch Schablonen im Kulturverständnis, wie auch des Kulturbegriffs selbst, aufzubrechen und neue Wege pädagogischen Denkens und Handelns zu erproben.

Theoretische Perspektive

Ausgehend von einer Verschränkung der Perspektiven „Individuum“, „Gesellschaft“ und „Kultur“, ergeben sich Antagonismen, die für die Pädagogik von grundlegender Bedeutung sind. Beispiele sind die Spannungsfelder „Macht und Freiheit“, „Eigenheit und Fremdheit“, „Identität und Differenz“, „Kultur und Kulturalität“. Diese Themenvielfalt lässt die Komplexität, aber auch die pädagogische Relevanz der Thematik sichtbar werden. Die kulturelle Perspektive beschränkt sich so betrachtet nicht mehr nur auf die Dimension der Migration, sondern wird zu einer generellen pädagogischen Perspektive.

Anwendungsbezug

Neben diesen theoretischen Aspekten werden in Kooperationen mit Institutionen aus Wissenschaft und Praxis Themen aus den pädagogischen Handlungsfeldern behandelt. Darunter zählen unter Anderem Fragen zu Globalisierung im Kontext von Umweltbildung und Bildung zur Nachhaltigkeit oder Konzepte interkultureller Jugendarbeit und antirassistischer Trainings.

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