Zeitzeugenprojekt Schulerinnerungen

 BayBiGo "Bayerisches Bilder-Gedächtnis online"

 

 

                                                                          (Quelle: Anna Hug 1938)

 

Welche Erinnerungen haben Senioren und Seniorinnen an ihre Schulzeit und welche Bilder sind mit diesen Erinnerungen verknüpft?

 

 

Erinnern Sie sich?

Wenn wir an die Schule zurückdenken, erinnern wir uns an LehrerInnen, an unsere Lieblingsfächer, vielleicht auch an unsere SitznachbarInnen und an Feste, die wir mit unseren KlassenkameradInnen gefeiert haben. Auch die Materialien, die uns in der Schule jahrelang begleitet haben, sind ein Teil der Erinnerung. Vielleicht haben Sie ja Ihren Schulranzen, den Rechenschieber oder die Schiefertafel noch vor Augen? Dann erzählen Sie uns davon! Ihre Geschichten und Erlebnisse aus der Schulzeit sind wertvolle Erinnerungen, die wir für die kommenden Generationen festhalten möchten.

 

 

Wer wir sind:

Wir sind Mitarbeiter des Forschungsprojekts "Bayerisches Bilder-Gedächtnis online" unter der Leitung von Frau Dr. Ina Uphoff.  Das Forschungsteam des Instituts für Pädagogik besteht aus Diplompädagoginnen und wissenschaftlichen Mitarbeitern. Das Projekt wird von der Bayerischen Sparkassenstiftung finanziert.

 

 

 Was wir machen:

Es ist uns ein Anliegen ihre Geschichten und Erinnerungen festzuhalten. Dabei geht es uns nicht um schulisches Wissen und fachliche Inhalte, sondern um Ihre persönlichen Erfahrungen und Geschichten, die sie mit uns teilen möchten. Kommenden Generationen soll es ermöglicht werden, spielerisch in die Vergangenheit zu reisen und Geschichte zu erleben. Im Rahmen des Projekts führen wir Gespräche und zeichnen diese mit Videokamera auf. Selbstverständlich werden wir die Daten des Interviews vertraulich behandeln.

 

 

                                           Unser Vorgehen

Im Rahmen des Projektes über die Dokumentation von Schulerinnerungen haben wir 74 Personen interviewt, die in der Zeit der 1930er bis 1950er Jahre die Schule besucht haben. Seit Oktober 2014 arbeiten wir nun an der Aufbereitung und Auswertung der Interviews, um relevante Informationen herauszufiltern und anschaulich zu präsentiern.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die ihre Geschichten und Erinnerungen mit uns geteilt und uns so einen Einblick in frühere Schulzeiten gegeben haben.

 

 

Unser Anliegen:

Zentral für das Projekt ist die Tatsache, dass die biographischen Schul-Erinnerungen mit einem kulturgeschichtlich höchst relevanten Bildmaterial in Beziehung stehen, das selbst wiederum auf ein kollektives und kulturelles Gedächtnis verweist. Dabei sind die Erinnerungen insbesondere an das damals in Schulen eingesetzte Bildmaterial in den nächsten Jahren nicht mehr abrufbar, da sie an die heutigen Senioren und Seniorinnen gebunden sind. Mit dem Projekt sollen diese Erinnerungen erhoben, digital aufgenommen und für eine Online-Präsentation aufbereitet werden. Über die Konzeption eines mobilen Gedächtnisraumes gilt es in  einem zweiten Schritt, diese Erinnerungen in Kombination mit Bildobjekten für die museale Arbeit in Schulen zur Verfügung zu stellen und damit zu neuen Erzählungen in einem intergenerationellen Dialog, zur forschenden Auseinandersetzung mit historischen Bildmedien und zur Etablierung einer Erinnerungskultur anzuregen.